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Die Kölner Innenstadt zieht jährlich Millionen von Besuchern an und hat damit bereits zum dritten Mal in kürzester Zeit einen Rekord aufgestellt: Nach der Hohen Straße im Jahr 2006 war die zentrale Einkaufsmeile der Domstadt, die Schildergasse, 2007 die höchstfrequentierte Einkaufsstraße Deutschlands. 2008 wurden dann gar 17.000 Menschen pro Stunde dort gezählt, womit die Schildergasse sogar die Londoner Oxford Street schlug.

In den über 34.500 Groß- und Einzelhandelsgeschäften des regionalen Handels werden jährlich Waren im Wert von rund 16 Milliarden Euro umgesetzt. Insgesamt beschäftigen die in der Region ansässigen Unternehmen der Branche rund 80.000 Mitarbeiter. Traditionell spielt der Großhandel eine herausragende Rolle: Allein vier Prozent aller Beschäftigten in der Region sind in dieser Branche tätig; der Großhandel erwirtschaftet so 20 Prozent aller Umsätze in Köln und Umland.

Historische Bedeutung

Gute Geschäfte werden in Köln aber schon lange gemacht: Wegen seiner verkehrsgünstigen Lage am Schnittpunkt der großen historischen Handelsstraßen machten die Römer Köln zu einem der wichtigsten Handelsstützpunkte ihrer nördlichen Provinzen.
Im Mittelalter handelten Kölner Kaufleute in Sizilien, England, Skandinavien, Flandern und Böhmen. Waren, die in Köln angeboten wurden, galten weltweit als Qualitätserzeugnisse. Das kaiserlich verbriefte Stapelrecht garantierte den Kölnern ein Vorkaufsprivileg für alle auf dem Rhein verschifften Güter. Ein schon früh entwickeltes Messewesen und natürlich Kölns Rolle als führende Hansestadt brachten Reichtum und Handelsvielfalt in die Stadt.

Heute ist das Markenzeichen der klassischen Handelsfunktionen in Köln, die Koelnmesse, für 25 Branchen unbestritten weltweit die Nummer Eins. Davon zeugen unter anderem eine Reihe von Nahrungsmittel-Messen wie die Internationale Süßwarenmesse, Chilled Food oder der WellFood Kongress.

Zentrale Lage

Die zentrale Lage der Region Köln innerhalb Europas, die ausgezeichnete Infrastruktur und Logstik-Strukturen haben in den letzten Jahrzehnten zahlreiche international operierende Handelsunternehmen in die Domstadt und deren Umland gelockt. Beispiele dafür sind REWE, eines der größten deutschen Einzelhandelsunternehmen, oder Galeria Kaufhof, das mit über 140 Filialen in Deutschland und Belgien zu Europas führenden Warenhausketten zählt.

Auch Großhändler wie Lekkerland-Tobaccoland sind in der Region vertreten. Daneben hat sich auch der umsatzstärkste Spielwarenanbieter Toys "R" Us mit seiner Europa-Zentrale in Köln angesiedelt. Zählt man das Umland der Domstadt hinzu wird die zentrale Bedeutung der Region im Einzel- wie Großhandel noch deutlicher: In Bonn ist die Carl Knauber Holding beheimatet und im Bergischen Land, in Wermelskirchen, liegt die Franchise-Zentrale der OBI-Baumarkt-Kette, dem umsatzstärksten deutschen Baumarkt-Unternehmen, das mit 335 Märkten in Deutschland und 159 Märkten in neun weiteren Ländern vertreten ist.

Aber nicht nur der Handel, der auch mit über 40 Fachverbänden in Köln vertreten ist, prägt das Bild der Stadt: In den letzten Jahren haben sich viele moderne Dienstleister angesiedelt. So ist Köln beispielsweise Sitz führender Unternehmen der Abfall-Entsorgungswirtschaft.

Neue Konzepte

Wie in allen Großstädten sind allerdings große räumliche Unterschiede auszumachen. Gerade die Stadtbezirke kämpfen mit der Dominanz der City auf der einen und der Etablierung von Märkten »auf der grünen Wiese« auf der anderen Seite. Dabei verfügt Köln über ein vielgestaltiges System von Geschäftszentren, das durch die Etablierung von Shopping Malls in einigen Stadtteilen mit einer Vielzahl von Einzelhandelsgeschäften noch gestärkt wurde. Exemplarisch stehen hierfür die Köln Arcaden in Kalk, die auf der Brache einer ehemaligen Industrieanlage erbaut wurden.

An den Universitäten und Fachhochschulen der Region wird jährlich eine Vielzahl von Ökonomen ausgebildet, die bestens für zukünftige Führungsaufgaben im Groß- und Einzelhandel gerüstet sind. Unter den handelsspezifischen Bildungsmöglichkeiten sind vor allem das Institut für Handelsforschung und das bundesweit erste Institut für Messewirtschaft und Distributionsforschung der Universität zu Köln sowie das EHI Retail Institute zu nennen.

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