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Design in Köln

Was kommt dabei heraus, wenn man einen Heizkörper mit etwas Filz und kalten Füßen kombiniert? - eine verblüffende Design-Idee der beiden Kölner Designer Christine Birkhoven und Peter Kruppa. Die beiden konzipierten unter dem Namen »Fedora« ein Heizungsmodell, das in einer Aussparung Platz zum Füßehochlegen bietet. Der darin eingebette »Filzhut«, gefüllt mit einem speziellen wärmespeichernden Granulat, ist dazu auch noch herausnehmbar und daher als mobiler Wärmespeicher verwendbar. Diese Idee brachte bei einem Designwettbewerb der Zeitschrift designboom mit dem Motto »Radical Radiators of the Future« den 2. Platz ein.

Es sind nicht nur verblüffende wie praktische Designideen wie diese, die seit Jahren den herausragenden Ruf Kölns als international bedeutsame Designstadt ausmachen, sowohl in künstlerischer wie in wirtschaftlicher Hinsicht.
So ist die Wahrscheinlichkeit äußerst groß, dass junge Kreative sich die Domstadt als Ort für ihre professionelle Ausbildung aussuchen. Köln beheimatet nämlich gleich zwei wichtige Ausbildungsstätten, die »Kölner Design-Akademie» KDA und die »International School of Design« KISD.
Die KDA bietet drei unterschiedliche dreijährige Studiengänge an, Kommunikationsdesign, Grafik Design und Illustration, die in Zusammenarbeit mit der Middlesex University in London aufgebaut wurden. In der KISD steht beispielsweise der Studiengang Integrated Design auf dem Plan. Der europäisch geprägte Bachelor/Master-Studiengang »European Studies in Design« (MEDes) wird gemeinsam mit den Partnerhochschulen in Mailand, Stockholm, Helsinki, Paris und Glasgow durchgeführt.



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Große Design-Events

Einzigartige Veranstaltungen ziehen Stilbewusste schon seit längerem an den Rhein. Jährlich im Januar findet beispielsweise die Internationale Möbelmesse imm cologne statt. Eines der Highlights stellt dabei die »[d³] design talents« dar, auf der junge Designer ihr Talent unter Beweis stellen können. Dazu gehört ein eigenes Forum für Design-Hochschulen ebenso wie ein großer Wettbewerb für Design-Studenten und -Absolventen.

2007 wurde mit dem Sommerfestival in der Stadt eine weitere einzigartige Veranstaltung verwirklicht, die »Rheindesign«, die sich seitdem im zweijährlichen Turnus mit dem Festival »new talents« abwechselt. »Rheindesign« legt den Fokus nach eigener Darstellung auf das Verhältnis zwischen Design und Gesellschaft, stellt Fragen und wirft Diskussionen auf. Design wird bei diesem Event als kulturübergreifend und sinnstiftend verstanden.
Die Mischung aus Partys, Konzerten, Vorträgen, Führungen und Ausstellungen präsentiert die Vielfalt der internationalen Design-Welt an insgesamt über 15 Standorten in ganz Köln: So fanden während der Premiere des Festivals am Gereonsplatz Open-Air-Gigs und Architekturdiskussionen oder am Rudolfplatz ein »Waschmaschinenkonzert« der KISD statt. Zugleich betonen die Macher den internationalen Charakter des Events mit der Einbeziehung wechselnder Partnerländer.

»new talents«, die junge biennale köln, wiederum präsentiert Nachwuchskünstler aus den Sparten Medien, Kunst, Film, Musik und Design im Kölner Rheinauhafen mit seinem einzigartigen Architekturensemble. Hier liegt der Fokus auf dem Crossover der einzelnen Sparten und trägt der heute meist fächerübergreifenden Ausbildung junger Künstler Rechnung.


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Designer-Netzwerke

Der gemeinnützige Verein »Köln Design e.V.« existiert bereits seit über 10 Jahren als bundesweit erstes regionales Design-Netzwerk und wurde auf Initiative der Stadt Köln gegründet, um Köln strategisch als Design-Standort zu positionieren. Mittlerweile verzeichnet der Verein über 120 Mitglieder – Designer unterschiedlicher Disziplinen, design-affine Unternehmen, Berater, Experten und Institutionen. Die Gründung des »KölnDesign e.V.« sollte der Bündelung von kreativem Potenzial im Hinblick auf eine engere Verzahnung mit Verantwortlichen der Wirtschaft dienen und zugleich als Dachmarke für die regional agierenden Mitglieder fungieren. Hierzu tritt das Netzwerk auf Messen auf, veröffentlicht Publikationen wie den »DesignGuide Köln« und »KölnDesign Info« und informiert auf Websites und per Newsletter über aktuelle Entwicklungen in der Branche. Dazu kommen Stammtische, die »Gründertage« und die »Unternehmertage«.
Mit dem »Design Zentrum Köln« besteht ein weiteres freies Netzwerk zur Förderung junger Designer. Es ist ein freier Zusammenschluss von Gestaltern und Designbüros aus Köln mit dem Ziel Designthemen und dazugehörige Positionen in die Öffentlichkeit zu tragen.

Neun Firmen aus den Bereichen Design, Technologie und Architektur haben sich in Köln unter dem Namen »KAP Forum« als Initiative zusammengeschlossen und fungieren als Schnittschnelle für verschiedene Aufgaben wie Schulung, Beratung, Ausstellung und Kommunikation. »In der KAP Community sehen wir ein ideales Forum, um uns und unsere Leistungen auf hohem Niveau präsentieren zu können«, hebt Holger Jahnke, Geschäftsführer des Büromöbel-Spezialisten Wilkhahn hervor. »Sie ist eine in dieser Form einzigartige, zeitgemäße Antwort auf die Anforderungen einer Wissensgesellschaft, die Information, Kooperation und Verknüpfung in den Mittelpunkt stellt.« Die bedeutenden Veranstaltungsreihen des »KAP Forums« zum Thema Städtebau und Architektur haben das ihre zur Stärkung des Standorts Köln beigetragen, wobei es hierfür wohl keine bessere Heimat gegeben hätte als die spektakulären Bauten des Rheinauhafens.

Als Showroom für Designer ist die »Design Post« in direkter Nachbarschaft der Koelnmesse wohl die erste Adresse. Nahezu 30 hochkarätige Kollektionen aus Deutschland, Italien, den Niederlanden, Belgien, Dänemark, Schweden und der Schweiz präsentieren sich frei zugänglich unter einem Dach und zeigen die neuesten Wohn- und Einrichtungstrends. Konsumenten, Fachhändler, Architekten und Planer finden hier eine Ausstellung internationaler Designmarken aus den Bereichen Wohnen, Arbeiten, Licht, Textil und Outdoor.

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